Zwölf kurze Tipps, einer für jeden Monat: Gärtnermeister Marcus Bursian hat sie für unsere bisherige Website aufgeschrieben, und sie gelten unverändert. Vom Werkzeug im Januar bis zur Wasserleitung im Dezember.
Januar: Wer rastet, der rostet
Alle nicht mehr benötigten Bodenbearbeitungsgeräte sollten nun gut gesäubert und gefettet werden. Besonders Spaten, Grabegabeln und Hacken haben dies dringend nötig. Das Fett oder Öl wird nur dünn mit einem Lappen aufgetragen.
Februar: Überalterte und kranke Obstbäume
Mit der Entrümpelung des Gartens kann schon in den Wintermonaten begonnen werden. So können durch das Roden kranker oder überalterter Obstbäume Unmengen von Krankheitserregern und auch Schädlingen vernichtet werden, mit denen diese meist stark besetzt sind. Die gerodeten Bäume sollten sofort zerkleinert werden. Alle Teile, auch kleine Äste, sollten möglichst bald durch Feuer vernichtet werden.
März: Folienzelte und Gewächshäuser
Eine günstige Pflanzzeit für Kohlrabi, Kopfsalat und Blumenkohl unter Folie ist der März. Bitte sparsam gießen, da sonst zu flache Wurzelsysteme gebildet werden. Sobald die Sämlinge das Erdreich durchbrechen, sollten Frühbeete bei frostfreiem Wetter am Tage gelüftet werden.
April: Wenn die Bienen es nicht schaffen
Um eine ertragreiche Ernte zu sichern, können Obstbäume oder Spalierobst an einem sonnigen Tag während der Blütezeit per Hand bestäubt werden. Dabei werden die Pollen eines Kirschblütenzweigs mit einem Pinsel auf den Fruchtstand der Birnenblüten übertragen.
Mai: Die Zeit der Nachtfröste ist vorbei
Mediterrane Pflanzen aus Keller oder Garage werden im Mai ins Freie gestellt. Um ein Verbrennen der Blätter durch zu starke Sonneneinstrahlung zu vermeiden, kann man sie mit einfachen Mitteln beschatten: Die Pflanzen werden mit Kreide-Kalk-Wasser besprüht, dazu gibt man drei Esslöffel Kreide auf fünf Liter Wasser. Die Kreidetropfen waschen sich durch den Regen leicht wieder ab, und die Pflanzen können sich langsam an die Sonne gewöhnen.
Juni: Gehölzschnitt nach dem Maischuss
Jetzt ist die Zeit für einen Gehölzschnitt beziehungsweise Formschnitt an Lebensbäumen, Koniferen, Thujapflanzen, Buchsbäumen und Ähnlichem. Diese sollten nach dem Maischuss geschnitten werden, da nur im jungen Trieb neue Knospen für das kommende Frühjahr gebildet werden. So kommt es zu einer stärkeren Seitentriebbildung (Bestockung) im Folgejahr.
Juli: Wer weiß, was bei Ihnen alles rumschwimmt
Alle zwei Jahre sollte ein Teich gereinigt werden. Das umfasst folgende Arbeiten: Kies spülen, Wände abkärchern, Filter reinigen und Wasserpflanzen stutzen. Durch den Wasseraustausch wird der Nährstoffgehalt des Wassers automatisch reduziert. Ob Bade- oder Fischteich, jeder fühlt sich wieder wohl im Wasser.
August: Zutaten für einen prächtigen Rasen
Damit der Rasen in einem prächtigen Grün erstrahlt, sollten Sie ihn regelmäßig düngen und wässern. Zur monatlichen Rasendüngung ist es ratsam, einen Tellerdüngerstreuer zu verwenden. Es sollten nicht mehr als 15 bis 20 g Dünger pro Quadratmeter aufgebracht werden. Anschließend muss die Fläche so lange gewässert werden, bis sich der Dünger vollständig aufgelöst hat (bitte nicht auf Regen warten). Bei sonnigem Wetter ist darauf zu achten, dass die gesamte Rasenfläche täglich mindestens 20 Minuten durchdringend gewässert wird.
September: Fallobst
Das oft reichliche Fallobst sollte man nicht zu lange auf dem Boden liegen lassen. Da es sich um madiges Obst handelt, besteht die Gefahr, dass die Larven auskriechen und sich in der Erde verpuppen. Dies kann durch tägliches Auflesen verhindert werden. Das Septemberfallobst lässt sich in der Regel gut zu Mus oder Gelee verarbeiten.
Oktober: Blumenzwiebeln
Damit bis zum Frostbeginn genügend Wurzeln gebildet werden können, sollte das Einpflanzen der Blumenzwiebeln bis Mitte Oktober beendet sein. Tulpen sind bezüglich der Bodenverhältnisse nicht besonders anspruchsvoll und gedeihen auf leichten und schweren Böden. Die Pflanztiefe für Tulpenzwiebeln beträgt 8 bis 10 cm.
November: Gladiolenknollen überwintern
Die Knollen werden im Herbst ausgegraben. Sind sie völlig abgetrocknet, bringt man sie in einen Überwinterungsraum. Lassen sich die alten Knollen von den neuen leicht lösen und die Hülle raschelt, dann ist die Zeit zum Abputzen gekommen. Kranke und beschädigte Gladiolenknollen sind auszusortieren. Die Knollen benötigen einen trockenen und luftigen Ort zum Überwintern bei Temperaturen zwischen 8 und 12 °C. Zur Lagerung eignen sich am besten flache Stiegen.
Dezember: Wasserleitungen und Bewässerungssysteme
Vor Eintritt stärkerer Fröste sind Wasserleitungen und Ähnliches abzustellen und zu entleeren. Achten Sie darauf, dass die Wasserhähne nach der Entleerung aufgedreht bleiben. Bei starken Frösten sollten Sie prüfen, ob die Abnahmestellen der Wasserleitung ausreichend verpackt sind. Metall ist sehr frostempfindlich, und Wasserhähne oder freiliegende Leitungen können zerfrieren, obwohl das Wasser abgelassen wurde. Als Schutz können durchaus Laub- und Strohschichten verwendet werden.
Dieses Thema gehört zu unserem Leistungsbereich Gartenpflege & Grünanlagen: Wer die Arbeit lieber abgibt, bekommt bei uns die ganzjährige Pflege aus einer Hand.